Meine Geschichte in Kurzform

* Skiunfall am 15.3.1994 mit Spitalaufenthalt (gequetschter Thorax, schwere Hirnerschütterung)
* Zu Hause war ich immer Müde und bekam blaue Flecken und Schmerzen am Nacken
* Unruhe und Befürchtungen von Mami, ich hätte Leukämie, da ich ähnliche Symptome wie mein Bruder hatte
* Arztbesuch: Arzt gibt nach Blutuntersuch zu, dass etwas im Blut nicht stimmt; er hätte die genauen Resultate in drei Tage; wir wollen es sofort wissen und fahren ins Kinderspital St. Gallen
* Im Spital versuchen sie uns zu beruhigen; ich will nur schlafen, egal wo, ich bin so müde.
* Um etwa 22.00 Uhr berichten sie uns, dass ich an einer ALL (Akute Lymphatische Leukämie) erkrankt bin. Ich komme auf die Abteilung B-West.
* Therapie (ALL - BFM 90) beginnt am 5.5.1994
* Dr. Feldges, Fr. Dr. Ettel, Dr. Uhlmann und Swr. Brigitte informieren meine Eltern und mich über die Therapie; meine Eltern geben die Bereiterklärung zum Procedere und zur Therapie am 6.5.94
* Das erste Knochenmark (mit Schlafmittel) und die ersten Chemotherapie beginnt am 6.5.94
* Tägliche Mundspülung (6 mal im Tag!)
* Am 11.5.94 wird mir ein Port-à-cath System (Chemo-site) implantiert!
* Mehrere Knochenmarkpunktionen während meiner Therapie; einmal bin ich aufgewacht; seit diesem Fall hatte ich nur noch örtliche Betäubungen! Ebenfalls bei den Lumbalpunktionen.
* Freud und Leid mit Nadja, Peter, Michel, Sereina, Marianne, Rafaella, Fabio, Salie und Jacqueline. Es sterben fast alle.
* Nebenwirkungen der Therapie: Erbrechen, Haarausfall, Umläufe, Darmverschlüsse, extreme Zu- und Abnahme des Körpergewichts, Dehnungsstreifen, aufgedunsenes Gesicht, dicker viereckiger Bauch. Eine kurzzeitige Zuckererkrankung kam dazu.
* Einöde, immer nur auf dem B-West geradeaus laufen zu können mit dem "Christbaum" (Infusionsständer)
* Nach dem ersten Therapieblock konnte ich nicht mehr Treppen steigen: Muskeln bildeten sich zurück.
* Die Einnahme von Sandoglobulin verursachte Zähne klappern und heftiges Zittern am Körper
* Zu Hause hatte ich im Sommer extrem viel Wasser in den Beinen: sie waren total aufgeschwollen, dass ich beinahe meine Hose nicht mehr an- und abziehen konnte
* Viele Besuche von Verwandten und Mitschülern; Einsatz der Lehrer, Meine Mutter ist jeden Tag bei mir.
* Man musste mir noch die Mandeln entfernen
* Zusätzlich kam eine atypische Lungenentzündung dazu. Mein Freund André sah mich auf der Intensivstation mit den Schläuchen in der Nase und an verschiedene Geräte angeschlossen. Als André bei mir war, erstickte ich beinahe, da sie das Atmungsgerät für kurze Zeit abschaltetet hatten.
* Blutentnahme aus der Arterie. Das tat höllisch weh und ich spührte die Blutgefässwand.
* Am 27.11.96 wurde der Chemo-site entfernt
* Die ersten beiden Jahre nach stationärer Behandlung und Erhaltungstherapie: Knochenmarkpunktionen (je ein und zwei Jahre nach Therapieende)
* Anfangs jede Woche, dann jede zweite Woche, alle drei Wochen, jeden Monat, jeden zweiten Monat, jeden Dritten Monat, jeden vierten Monat und nun jedes halbe Jahr zur Kontrolle ins Kinderspital St. Gallen.